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Weingut Löwensteinhof
Tradition trifft Moderne

Von der Traube in die Flasche

Die Weinentstehung 

Sie haben sich schon immer gefragt, welche Schritte die Traubenbeere genau durchlaufen muss, bis sie schlussendlich in der Flasche bzw. Ihrem Glas landet?
Hier erfahren sie mehr:

Viel Zeit und Arbeit müssen zunächst investiert werden, bis man ein Glas Wein in den Händen halten kann, wir möchten hier lediglich den Weg der Traube vom Rebstock in die Flasche beschreiben, wohlwissend dass die Arbeiten im Weinberg vor und während der Vegetationszeit genauso dazugehören, da durch sie erst die Entwicklung und die Reifung gesunder Trauben möglich wird.

Einflüsse auf den Wein

Das Fundament unserer Weine besteht aus mehreren Einflussfaktoren wie der Lage, dem Alter der Reben, der Bodenbeschaffenheit und der Witterungseinflüsse während der Vegetationszeit.
Die für das Moselbild charakteristischen Schiefer- und Felsterassen bilden für die Reben optimale Bedingungen, da sie die tagsüber aufgenommene Wärme speichern und nachts wieder abgeben. Hier fühlt sich besonders die - für die Region typische - Rieslingrebe wohl. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Nähe zur Mosel, die auch in den Wintermonaten für relativ milde Temperaturen sorgt, sodass die Gefahr von Frostschäden reduziert wird.
Unsere Reben sind teilweise bis zu 47 Jahre alt und hatten viele Jahre Zeit, ein tiefes Wurzelwerk zu entwickeln, was die Grundlage für einen mineralischen, finessenreichen Wein bildet. Da sich der Ertrag der Reben mit zunehmenden Alter automatisch reduziert, hat die Rebe für die verbleibenden Trauben mehr Kraft, die sich in höheren Mostgewichten, einer milden Säure, einer erhabenen Mineralität  und einem hohen Extraktwert niederschlägt. Dadurch erhalten wir das Potenzial für vollmundige, vielschichtige Weine von höchster Qualität.
Die Hauptvegetationszeit liegt je nach Temperatur in den Monaten April bis Oktober. Nach dem Austrieb Mitte /Ende April, folgt die Blüte Ende Mai/ Anfang Juni. Anschließend folgt das Beerenwachstum bis ca. Juli, an welches sich die Reifephase anschließt. Schwankungen bis zu drei Wochen sind durchaus üblich.

Die Weinlese

Der Beginn der Weinlese ist zum einen abhängig von dem Beginn der Blüte, zum anderen von dem Klima während der Vegetationszeit. Ausschlaggebend für den Zeitpunkt der Lese sind verschiedene Parameter, wie das Mostgewicht, der Säuregehalt, die physiologische Reife sowie der Gesundheitszustand der Beeren. Auch die Wettervorhersagen müssen berücksichtigt werden. Die Lese erfolgt zu 100% von Hand, wodurch bereits im Weinberg eine Selektion der Trauben stattfindet. Hierbei werden nur vollreife und gesunde bzw. edelfaule Trauben gelesen, mit denen wir äußerst behutsam umgehen. Hierzu nutzen wir statt einem Traubenwagen Lesekisten, die einen schonenderen Transport ermöglichen.Schließlich soll das Lesegut möglichst unbeschadet den Weinkeller erreichen, um einen Saftaustritt und einen vorzeitigen Gärbeginn – je nach Temperatur – zu vermeiden. Des Weiteren reduzieren wir somit den Trubgehalt sowie Bitterstoffe im späteren Most.

Die Vinifizierung

Nach der Ankunft der Trauben auf dem Weingut, werden diese zunächst auf der Weinpresse eingemaischt. Die Trauben werden mit Hilfe einer Mühle leicht angequetscht, sodass der Traubensaft austritt. Eine schonende Arbeitsweise verhindert, dass die Kerne mit gepresst werden, da andernfalls Bitterstoffe in den Most und somit auch in den späteren Wein gelangen. Um möglichst viel Beerenaroma zu extrahieren, bleibt die Maische mehrere Stunden auf der Presse stehen, bevor eine Saftablassung bzw. der eigentliche Pressvorgang beginnt. Hierbei wird über verschiedene Druckstufen der Saft aus der Traube gepresst. Zwischen den einzelnen Stufen werden die Beeren aufgelockert, um die Pressbarkeit zu verbessern. Ein behutsames Vorgehen reduziert hierbei wieder die Eintragung von Bitterstoffen. Von der Saftwanne der Presse wird der Most in den ersten Weintank gepumpt. Hier erfolgt eine Sedimentation des Mostes, sodass sich der Trub am Boden absetzt und der klare Most oben mit Hilfe einer Pumpe abgezogen werden kann. Der abgesetzte Trub wird anschließend filtriert, sodass zum Schluss ein fester Filterkuchen übrigbleibt, der wiederum – wie auch der Trester (ausgepresste Trauben) als Dünger dem Weinberg wieder zugeführt wird. Nun beginnt die eigentliche Gärung des Weines. Mit Hilfe einer eingebauten Kühlung kann diese gezügelt werden, um möglichst viel Frucht zu bewahren. Bei spontan vergorenen Weinen kann sich die Gärung durchaus bis in den April ziehen. Diese Weine spiegeln am ehesten das Terrain des Weinbergs wider und heben sich in ihrer Farbe und Frucht deutlich von den mit einer Reinzuchthefe behandelten Weinen ab. Aber auch diese Weine sind individuell und einzigartig.
Je nach gewünschter Restsüße kann der Wein in der Gärung unterbrochen werden, um die natürliche Restsüße des Weines zu erhalten.
Vor dem späteren Abfüllen wird die Hefe aus dem Wein herausfiltriert.
Eine schonende und langsame Arbeitsweise verhindert einen Lufteintrag und erhält die natürliche Kohlensäure und Aromatik. Bis zur endgültigen Flaschenfüllung bleibt der filtrierte Wein in einem gekühlten Weintank, um eine natürliche Weinsteinauscheidung zu fördern. Dadurch vermindert sich eine spätere Weinsteinbildung in der Weinflasche, die jedoch unbedenklich ist, keinerlei Qualitätseinbuße bedeutet, und auf einen sehr mineralischen Wein hindeutet.
Unsere Flaschen werden mit einem hochwertigen Schraubverschluss versehen, der eine einfache Handhabung für den Kunden ermöglicht (Öffnen und Wiederverschließen der Flasche).
Nach der Abfüllung werden alle Qualitäts- und Prädikatsweine in der Landwirtschaftkammer einer Qualitätsweinprüfung unterzogen. Nur wenn der Wein auch in der Sensorikprüfung besteht, bekommt er die sogenannte AP Nr. ( Amtliche Prüfnummer) und kann anschließend dem Verkauf zugeführt werden. Durch dieses Verfahren soll sichergestellt werden, dass keine fehlerhaften Weine auf den Markt kommen.
Jeder hat einen anderen Geschmack…
…um ihren persönlichen Favoriten zu finden, bieten wir ihnen gerne eine Weinverkostung in unserem Weingut an. Alternativ stellen wir Ihnen auch gerne ein Probier-/Kennenlernpaket für Zu Hause zusammen.

 

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